Wenn ich mein Zeit zurückdrehen könnte um neu zu starten...

Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte für die Adventszeit 2019, die zum Nachdenken und zum Gespräch anregen soll. Die Handlung dieser Kurzgeschichte ist mir beim Besuch meiner Grossmutter im Altersheim eingefallen.

Ich heisse Karl Müller. Zum Zeitpunkt dieser Geschichte schreiben wir das Jahr 2065. Ich bin 80 Jahre alt. Ich lebe schon seit einiger Zeit hier im Pflegeheim in Roggwil, einem kleinen Dorf im Osten der Schweiz. Bis zu meinem 55. Geburtstag war ich ein bekannter Schuhunternehmer, ein überaus erfolgreicher Geschäftsmann, der seine Produkte weltweit verkaufte. Mein Leben ist aus der Bahn geraten. Es kam alles anders, als ich es mir Mitte dreissig erträumt hatte. Ich durfte das Glück des Lebens nicht wiederfinden.



Ich bin die meiste Zeit allein hier. Ich sitze auf meiner Bettkante und schreibe diese Reflexion über mein Leben. Nur wenn ich diese Geschichte mit anderen Menschen teilen kann, bin ich mit Ihnen verbunden, in fernen Ländern, in einer anderen Zeit. So kann ich Menschen davor behüten/bewahren das Ihnen das gleiche Schicksal passiert wie mir.


Der Kontakt zur Aussenwelt ist beschränkt. Es liegt schon 2 Jahre zurück, dass mich das letzte Mal jemand hier besucht hat. Vereinzelt melden sich Studenten bei mir per E-Mail, die nach meiner Lebensgeschichte fragen. Sie erwarten eine spannende Geschichte eines Unternehmers, der alles erreicht hat.


Der Kontakt ist nie von langer Dauer. Ich bin nur noch eine verbitterte Hülse in den Augen vieler, ein Relikt der alten Wirtschaft, die marode Galionsfigur eines einst prächtigen Schiffes, das die grossen Ozeane nach Abenteuer besegelte.


Längst vorbei sind die Tage, in denen ich in fernen Ländern nach neuen Abenteuern jagte. Vorbei sind die Tage, in denen meine Mitarbeiter mich in allen Ländern herzlich empfingen. Vorbei sind die Tage, in denen Bekannte in allen Grossstädten der Welt sich auf meinen Besuch freuten. Vorbei sind die Tage, in denen ich frei war, finanziell, gedanklich und physisch.



Mitte fünfzig wurde ich wie ein ausgemustertes Flugzeug verschrottet! Ich wurde aus meiner eigenen Unternehmung geschmissen. Ich habe mein Leben aufgeopfert mein Lebenswerk aufzubauen und zum Erfolg zu bringen. Alles musste sich bei mir hinten anstellen. Zeit für Beziehungen, Zeit für Hobbies, auch meine eigene Gesundheit. Ich war von einem Tag auf den anderen nichts mehr wert als Unternehmer, nicht als Persönlichkeit und nicht mal als ein erfahrener Mitarbeiter, den man behalten wollte.


Seither habe ich aufgehört die Ereignisse unserer Unternehmungen zu verfolgen, zu gross ist der emotionale Schmerz, nicht mehr gebraucht zu werden.

Ich werde durch ein lautes «Zisch»- Geräusch aus meiner Versenkung gerissen. Die automatische Schiebetür meines steril dekorierten Zimmers öffnet sich. Ein Serviceroboter gleitet herein, begrüsst mich, vergleicht meine täglichen Blutwerte und bereitet mir mein Frühstück vor.


Derzeit kann ich nur vor-pürierte Nahrung zu mir nehmen und dazu den Life Juice, ein individualisierter Cocktail, der die mir fehlenden Vitamine und Ballaststoffe ergänzt. Nach dem Essen werden farbige Behälter aufgetischt, welche die vor-portionierten Medikamente enthalten. Eine Animation erinnert mich, mich an die richtige Reihenfolge zu halten.


Im Jahr 2065 ist unsere Medizin so fortgeschritten, dass ich mit der richtigen Behandlung kaum krank werden kann. Krankheiten wie Krebs hat man schon lange besiegt. Solange mit meiner Gesundheit Geld zu verdienen ist - also jemand da ist, der bezahlt – wird, mein Körper am Leben gehalten. Ich fühle mich die wenigste Zeit am Leben, bin emotionslos in einem angenehmen Trancezustand.



Ich kann mich kaum noch an diese fernen Tage erinnern, als ich mit meinem Partner Joseph ein zukunftsweisendes Sozialmodell auf einer Insel in Indonesien erschaffen habe.

Wir haben uns beteuert und ausgemalt, dass unsere Interpretation einer Utopie noch viele Generationen bestehen wird.


Ich fühlte mich für ein solches Leben und diese Art von Aufgaben berufen, weil ich so die Möglichkeit hatte, etwas Tiefgründiges in dieser heuchlerischen Welt zu hinterlassen. Ich konnte anhand eins realen Beispiels aufzeigen, dass diese Art von Sozialform besser funktioniert, als das Haifischbecken, in welchem wir leben. Es war meine Interpretation davon, der Welt etwas zu hinterlassen.


Was ist wohl aus unserem Traum, unserer Utopie geworden? Im Internet finde ich nichts mehr darüber. Auf «Google Realtime», der Satellitenkarte in Echtzeit, sehe ich wie einige Menschen in Uniform planlos umherziehen. Die Infrastruktur ist noch genau so, wie ich es damals beim letzten Besuch in Erinnerung hatte. Kurz nach meinem letzten Besuch kam ein unerwarteter Bürgerkrieg und eine Neuformierung des Landes, welche alle anderen Ideologien verbot. Damals habe ich auch das letzte Mal von Joseph gehört.


Unser Traum von der gedeihenden Insel Flores, wirtschaftlich und sozial, unsere Gemeinschaftsfarmen mit den gemeinnützigen Bäumen und Gärten für jedermann, unsere Dörfer und Siedlungen, in denen unsere Mitarbeiter unentgeltlich leben durften, unsere Einteilung von Arbeit und Freizeit, unsere Redefinition der Tätigkeit «Arbeit», unser revolutionäres Ausbildungssystem, unser Vorsorgesystem des Sozialstunden-kontos, unsere interne Währung: Alles war vergänglich nur um in einigen Generationen wieder neu entdeckt zu werden.



Erneut werde ich aus meiner Reflektion gerissen. «Neo-Heart», der Prozessor den mittlerweile alle Menschen in der rechten Brustseite tragen hat emotionale Instabilitäten entdeckt und mir eine virtuelle Reise in die Vergangenheit vorgeschlagen. Es werden «zufällig» Geschichten generiert aus meinen Erinnerungen und meiner Video-Foto Datenbank. Diese neuen Erinnerungen ersetzen fortlaufend mein Gedächtnis und helfen bei Vergesslichkeit, Schuldgefühlen und Trauma, damit ich Frieden finde.



Wie konnte es soweit kommen, dass ich schon so jung ins Pflegeheim eingeliefert wurde und hier Tag für Tag verlassen und einsam vor mich hinvegetiere.


Es hat vor genau 30 Jahren angefangen, als ich auf die fünfzig zuging. Es war ein harmloser Begin. Wir haben uns zu wenig Zeit füreinander genommen, zu wenig Interesse an einander habt. Wir haben angefangen, lang gelebte Traditionen zu vernachlässigen, an die Verabredungen und unsere Zusammenkünfte kamen immer weniger, letztlich wurden Sie in diesem Rahmen abgesagt. Wir lebten uns auseinander, was in dieser Welt mit so vielen Verpflichtungen sicher vorkommen kann. Nach dem Tod unserer Eltern gab es noch weniger Gründe zusammenzukommen, miteinander zu sprechen, uns als eine Einheit zu sehen, denn mittlerweile waren wir schon sehr viele.


Unsere ganze Familienharmonie war vom finanziellen Erfolg der Firmen in unserer Stiftung abhängig. Je grösser unsere Profite Ende Jahr ausfielen, desto gieriger und oberflächlich wurden unsere Beziehungen im Hintergrund. Als die nächste Generation zu Erwachsenen wurden, entstanden neue Rangordnungen und Machtkämpfe, mit welchen ich nicht mehr mithalten konnte und wollte. In wenigen Jahren wurde die Strategie radikal geändert, es wurde gelogen, sich aufgespielt und ausgespielt, um noch mehr Einfluss und Kontrolle über unsere Firmen zu bekommen.


Irgendwann kam der Zeitpunkt als ich meine Aufgabe hinschmiss, als ich aufgab den jungen Familienmitgliedern weiterhin Rat und Werte zu vermitteln. Unsere Familiengeschichten, unsere Traditionen, unsere Werte und Mission: für diese schien sich niemand mehr richtig zu interessieren.


Meine Art - Menschen über Geschichten Erfahrungen und Werte zu vermitteln war in den Augen dieser neuen Generation ineffizient, zeitraubend und verstaubt.


Natürlich gibt es auch Minuspunkte, wenn sie Zeit mit Menschen ausserhalb Ihres Alters oder Ihrer Einteilung verbringen. Es braucht Menschen wie mich nicht mehr, alle notwendigen Fähigkeiten und Erfahrungen werden schnell per Upgrade erlernt.



Verzweifelt versuche ich in meiner Erinnerung zu graben, diesen Moment des «Point-of-no-return» unserer Familie ausfindig zu machen. Ich versuche mir krampfhaft vorzustellen, an welchem dieser harmlosen Tage - die letzten Gefühle füreinander eingefroren sind, die letzten noch vorhandenen und dünnen Fäden des Vertrauens gerissen sind. Ich würde doch so gerne wissen welche Gespräche, welches Schweigen, welche Blicke es waren, die unsere Familie in dieses Schicksal gestossen haben. Ich kann es nicht greifen, ich kann es nicht verstehen, ich bin besessen von dem Trugschluss, in der Retrospektive doch alles noch ändern zu können.


Was hätte ich damals besser machen können? Warum habe ich es nicht kommen sehen können? Hätte ich es überhaupt verhindern können, oder nur herauszögern?


An diesem Punkt stehe ich in meinen Gedanken immer wieder an. Ich bin wie gelähmt, eingefroren, wie in einem Traum wo man verfolgt wird, doch nicht vom Fleck kommt. Ich bin verschwitzt. Meine Augen zucken. Ich habe aufgegeben.



Die Beziehung zu meiner Familie ist genau in dieser Zeit ganz abgebrochen. Wir begegnen uns nur noch im geschäftlichen Rahmen, sehr oberflächlich und immer komisch, als begegne man der Verkäuferin, die einen früher beim Diebstahl erwischt hat.


Weil ich diese Situation nicht weiter ertragen kann und doch feststecke, lasse ich meine Frustration und Enttäuschung gegenüber unseren Unternehmen aus. Meine geschäftlichen Entscheidungen sind emotional, fragwürdig, wechselhaft, unklar und selbstzerstörend. Mit Menschen gehe ich nur noch vorwurfsvoll, kalt und energieraubend um.


Meine zuverlässige Anziehungskraft für Erfolg verlässt mich. Meine Einstellung, das grosse Ziel vor Augen zu haben und Mitarbeiter zu unterstützen, Ihre Berufung zu finden, habe ich längst aufgegeben.


Für unsere Kunden und unsere Partner gebe ich mir keine Mühe mehr, es ist mir alles irgendwie egal geworden, die Produktqualität, der Service und der persönliche Kontakt.

Meine unbekümmerte und optimistische Einstellung wandelt sich in eine besorgte und verbitterte Art. Ich erlaubte mir viele Extravaganzen und verspielte meinen «Goodwill», verärgerte meine nächsten und engsten Gefolgsleute.


In dieser letzten Phase meine Tätigkeit geht es nur noch darum noch mehr Erfolg zu haben und mich zu bereichern. Auch bereichere ich mich etwas mehr als ich dürfte, weil das Gefühl in mir bestätigt, dass es mir zusteht.



Mit viel zerbrochenem Geschirr verlasse ich lautstark die Firma. Eigentlich ist es ein Rauswurf, eine Abwahl, die ich zu diesem Zeitpunkt nicht so wahrgenommen habe. In den Lokalmedien ist diese Entwicklung unserer Familie ein gefundenes Fressen. Diese Phase meines Lebens ist für mich die Qual. Diese Blicke, welche mich wertend belächeln, diese vielen Finger, welche in meine Richtung zeigen, Menschen, die mir bewusst aus dem Weg gehen, sich wegdrehen und ignorieren.


Ich schotte mich komplett ab, es folgt eine lange und einsame Zeit.

Rückblickend wäre es am besten gewesen, die Schweiz für einige Jahre zu verlassen, mich irgendwo am Strand niederzulassen und das Leben zu geniessen.



Gekränkt und einsam investierte ich mein Erspartes in ein neues Projekt. Ich will so schnell wie möglich wieder eine grosse Firma führen, ich will es allen Beweisen, wieder auf dem Thron ganz oben sitzen. Diese Erfolgssucht zu jedem Preis wird zu meiner Geldvernichtungsmaschine.


Damals, als ich als Zwanzigjähriger die Firma Joya gegründet habe, haben wir Tag für Tag mit purer Leidenschaft an einem Unternehmen gebaut, das über Jahre organisch gewachsen ist. Mit späteren Zukäufen und Integrationen in die Wertschöpfungskette sind wir zum grössten Schuhunternehmen im Gesundheitsbereich gewachsen. Für mich war damals der Erfolg nebensächlich, einer Tätigkeit nachzugehen, welche Freude bereitet und sinnvoll war, hat mich motiviert. Bis zum ganz grossen Erfolg hat es damals über 20 Jahre gedauert. Wir waren hoffnungsvoll, motiviert und hatten auch keinen Druck.


Das zweite Mal mit 55 habe ich eine ganz andere Ausgangslage. Meine naive und unbekümmerte Art der jungen Jahre hatte ich eingetauscht in Gier, Druck und falschen Ehrgeiz. So verärgerte ich die letzten bestehenden Beziehungsnetzwerke, welche mir hätten helfen können.


Es sich mit fünfzig Jahren nochmals beweisen zu wollen, in einer Welt wo alles von Grosskonzernen diktiert wird, mit einer solchen Ausgangslage – zum Scheitern verurteilt.


Damals, im Jahr 2025, war noch alles so einfach. Da gab es noch Individualismus und Marktmöglichkeiten in der Nische. Heute ist alles vereinheitlicht, es gibt keinen Platz mehr für Neues.



Diese Verbitterung, diese Hoffnungslosigkeit, sie lässt mich in diesen 3 Jahren, in denen ich gegen Windmühlen kämpfe, veralten. Ich bin öfters krank, bewege mich ungern, mein Körper ist innerlich entzündet.



Die engsten Freunde haben sich mir den Rücken zugekehrt, weil Sie meine ständigen Nörgeleien und energiefressende Art nicht mehr ertragen konnten.


Als letzten Ausweg greife ich zu Medikamenten, genau jene emotionsstabilisierenden Chemikalien, welche ich all diese Jahre so verteufelt habe.


Sie helfen mir auf Anhieb. Eine wärmende Decke umhüllt mich, ich verfalle in einen Liebesrausch gefolgt von Tränen. Ich fühle neue Energie und Lebensmut.



Es ist ein kurzfristiger Ausflug, einer an den ich mich nur noch fragmentiert erinnere.

Ein Eintrag in meinem Tagebuch vom 02.06.2050 gibt mir weitere Hinweise. Es ist der Geburtstag meines Sohns. Er hat mich vor einigen Jahren kontaktiert, zu dieser Zeit, als ich mit meiner neuen Firma zum schnellen Erfolg ausgeholt habe.


In dieser Zeit habe ich Ihm kein Interesse gezeigt, nur der Zugriff auf sein Netzwerk war mir wichtig. Ich wurde aufdringlich und warf ihm vor, nicht mal seinem hilflosen Vater helfen zu wollen. Dies war unser letzter Kontakt.



Am 18.06.2050 steht ein weiterer Eintrag in unüblich zittriger Schrift. Ich hatte einen Herzinfarkt und ich hatte viel Glück. Es geht mir, soweit ich es beurteilen kann, sehr gut, körperlich und mental.


Bin ich überhaupt froh am Leben zu sein? Was will ich mit meinen 65 Jahren noch erleben, wie will ich meine noch vorhandene Zeit nutzen? Diese Zeit in der Pflege tut mir gut, ich mache seit langem wieder eine Standortbestimmung meines Lebens.



Durch diesen Vorfall bekam ich wieder öfters Besuch von meiner Familie. Wir haben geplant etwas gemeinsam zu unternehmen, wie früher. Ich versuche vermehrt dankbar zu sein, mich selbst zu lieben, Sport zu machen und meine Mission zu finden.


In der nächsten Zeit darf ich bei meinem Bruder unterkommen, seine Kinder waren vor Kurzem ausgezogen und es hat genügend Platz. Alles scheint sehr nach einem Happy End. Ich bekomme eine weitere Chance.


Einige Zeit vergeht und ich werde nachlässig. Ich lasse einfach vieles schleifen, mache mir keinen Aufwand etwas beizutragen. Ich bin mental faul, will nur konsumieren und unterhalten werden. Meine Universal-ausrede zu dieser Zeit ist mein Herzinfarkt, meine Erwartungshaltung wird wieder zur allgemeinen Belastung.


Mein Löwen-Wille, meine Art ein Ziel zu setzten und dies zu erreichen sind verschwunden. Wie kann man im Laufe eines kurzen Lebens sich so wandeln?


Ich werde zwischen den Geschwistern durchgereicht. Alle meinen es gut mit mir, alle wollen mir helfen, aber ich helfe mir selbst nicht.


Gemeinsam wird beschlossen, dass unsere Stiftung dafür aufkommen wird, mich in einem guten Altersheim unterzubringen.


Hier ist jeder Tag gleich. Monoton. Diese Regelmässigkeit hat mich schon in den jungen Jahren unter der Haut gejuckt.


Leidenschaft, etwas unternehmen zu wollen, mich mit Menschen auszutauschen, mich zu freuen, wenn beim Fussball unsere Mannschaft gewinnt, eine Abenteuerlust, die mich packt, um wegzureisen, etwas zu entdecken – verschwunden!


Was macht mich heute mit 80 Jahren überhaupt noch glücklich, für welchen Grund würde ich nachts aus dem Altersheim «ausbrechen»?



Jeden Tag denke ich daran, was ich anders machen würde, wenn ich doch mein Leben nur nochmals Leben könnte.


«Gedanken, welche mir in der Nacht nach meinem letzten bei meiner Grossmutter im Altersheim unerwartet aufkamen.»
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